lebendiger Brauchtum

Klausentreiben

Die Wintermonate sind die Zeit, in der alte und neue Bräuche lebendig werden. So gibt es seit alters her im Allgäu und insbesondere in Oberstdorf das „Klausentreiben“. Es dürfte sich hierbei um einen der ältesten Kulturbräuche der heidnischen Zeit handeln.

Damals in den langen, dunklen Winternächten wurde die Furcht der Menschen vor bösen Geister oft übermächtig. Dann kleideten sich mutige junge Burschen in Fell- und Ledergewänder, setzten sich Tierköpfe oder Kappen mit Hirschgeweihen oder Ochsenhörnern auf den Kopf und zogen johlend mit Schellen- und Kettengerassel durch die engen Gassen, um die bösen Nachtgeister, die Druden und Schatten aus ihrem Dorf zu vertreiben. Wehe dem, der diesen wilden Horden begegnete.

Heute wird diese Regel nicht mehr so streng gesehen. Es sind auch nicht mehr die bösen Geister, die die jungen Burschen am Abend des 6. Dezember, dem St. – Nikolaus – Tag, in den Straßen von Oberstdorf jagen. Sie haben es mehr auf vorwitzige junge Mädchen und allzu neugierige Zuschauer abgesehen, die auch schon mal eine kräftige Abreibung mit Schnee oder mit der Rute riskieren.

Zwei Tage vorher, am 4. Dezember (St. Barbara) treffen sich ebenfalls bei Einbruch der Dunkelheit die Oberstdorfer Mädchen zum "Klausenbärbel-Treiben".
In hexenähnlicher Verkleidung, mit Ruten und Schellen laufen auch sie durch Oberstdorfs Strassen und machen diese "unsicher".

Dafür das alles im Rahmen bleibt, sorgt heutzutage der Gebirgstrachten- und Heimatschutzverein.

Allerdings ist dies nicht jedermanns Sache, sogar viele Einheimische bleiben lieber gemütlich bei Glühwein in Ihren Stuben und betrachten das Geschehen vom sicheren Fenster. Vor allem Kleinkinder oder Personen die den Brauch nicht kennen sollten diesem Rat folgen.

Gut zu wissen

Am Klausentag schließen Geschäfte und Supermärkte bereits vor 18 Uhr. Auch die meisten Gastronomiebetriebe haben am Klausentag Abends nicht mehr geöffnet.

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